Dienstag, 23. Juli 2019
 
 
 
 
Jung, lebendig und offen

Jung, lebendig und offen
Emmauskirche wird 2018 neu gestaltet

Wissen Sie, wann die Emmauskirche in Lülsdorf/Ranzel gebaut wurde? Das war in den Jahren 1969/1970. Seither hat sie einige Veränderungen erlebt. Im Jahr 2018 steht eine Neugestaltung des Innenraumes an.

Als Erweiterung des kirchlichen Angebotes in der Spicher Straße in Niederkassel (heute: Niederkassel Ort) wurde im Sommer 1970 der 2. Pfarrbezirk in Lülsdorf/ Ranzel notwendig. Damals ging es darum „Menschen zu versorgen“. 2300 evangelische Christen wohnten in diesem Bezirk. So wurde vor 47 Jahren ein Gemeindezentrum geplant und erbaut, das sich durch Schlichtheit auszeichnete. Am 25. Okto-ber 1970 wurde das Gemeindezentrum eingeweiht. „Der große rechteckige Saal des unterkellerten Gemeindehauses diente von Anfang an als Gottesdienstraum. Er lässt sich unter Hinzuziehung des sich anschließenden Konfirmandenraumes erheblich vergrößern. Beide Sakralräume sind durch ihre mehrbahnigen Fenster mit geometri-schen Bleiverglasungen gegenüber den Wirtschaftsräumen des Gemeindehauses ausgezeichnet“ (H. Köhnen-Jahnsen, Evangelische Kirchen und Gemeinden). Um das Gemeindezentrum als kirchliche Stätte neben dem neu entstandenen Schulzentrums optisch sichtbar zu machen, wurde 1979 der Glockenturm errichtet. Im Jahr 1980 erhielt das Gebäude, das nach seiner Erbauung nur „Neues Haus“ genannt wurde, den Namen Emmauskirche. Eine „richtige“ Kirchenorgel löste dann 1990 die ursprüngliche elektronische Orgel ab und gab dem Kirchraum auch klanglich eine neue Dimension.

Heute im Jahr 2017 wird der Kirchraum der Sehnsucht von Menschen, in schönen und selbstredenden Räumen Gottesdienst zu feiern und sich und Gott zu begegnen, nicht mehr gerecht. Glaube und Spiritualität werden heute anders ge- und erlebt. Das Presbyterium hat entschieden, den Kirchraum der Emmauskirche neu - eben zeitgemäß und zukunftsorientiert - zu gestalten. Das Büro für Architektur und Innenarchitektur Lepel&Lepel aus Köln mit Erfahrung in der Neugestaltung von Kirchen hat mit behutsamen Eingriffen ein Innenraumkonzept „Ton in Ton“ ent-wickelt, in dem die vorhandenen wertevollen Charakteristika wie der rotbraune Backstein und der Parkettboden aufgegriffen werden und mit neu entworfenen Prinzipalien (Altar, Taufbecken, Kanzel) zu einem harmonischem und modernen Gesamtbild gelangen. Helligkeit und Offenheit werden durch bodentiefe lichtdurch-lässige Fenster und durch ein zeitgemäßes Beleuchtungskonzept hergestellt. Auch energetischen und nachhaltigen Gesichtspunkten werden wir damit gerecht.

Sie spüren, es tut sich was in der Emmauskirche. Vorgestellt wird das Gesamtkon-zept in der Gemeindeversammlung am Sonntag, dem 14. Januar 2018. Sie sind herz-lich eingeladen, sich dann vor Ort ein konkretes Bild von den geplanten Veränderun-gen zu machen. Einige Monate hat den Gestaltungsausschuss Emmauskirche die Frage beschäftigt, ob die Fensterfront im Kirchraum tatsächlich aus normalem transparentem oder satiniertem Fensterglas gefertigt werden soll - sprich aus Glas, wie Sie es aus Ihrem Wohnzimmer kennen. Budgetbedingt wurde damit kalkuliert. Bei einigen Ausschussmitgliedern regte sich dabei „Bauchgrummeln“. Es war zunächst nur ein Gefühl, das durch intensiven Austausch im Gestaltungsausschuss zu einer greifbaren Frage wurde: Können normale Fenster dem Kirchraum die sakrale Aussagekraft verleihen und die angestrebte spirituelle Atmosphäre herstellen? Wir waren letztendlich einer Meinung: Auch Kirchräume halten eine Predigt. Fenster in Kirchen tragen zu hohem Maße zur Aussagekraft und Erscheinung eines und speziell unseres Kirchraumes bei.

So wurde nicht leichtmütig aber am Ende einmütig entschieden, dass die Emmauskirche mit neuen Glaskunstfenstern ausgestattet wird. Die Vision dabei ist, die Emmauskirche jung und lebendig zu erhalten. Sie soll weiterhin Heimat für viele sein, ein Ort zum Alleinsein für eine persönliche stille Zeit und ein Ort, um weiter gern in der Gemeinschaft Gottesdienste zu feiern.

Die bisherigen Antikglasfenster mit geometrischen Formen in verschiedenen Grautönen, die dem Raum eher eine distinguiert-mystische Stimmung verleihen,  werden auf der Nordseite, d. h. im Kirchraum, durch helle, farbig leuchtende Fenster ersetzt, auf denen die Künstlerin, Rosemarie Vollmer aus Gondelsheim in angedeuteter Weise die Emmausgeschichte lebendig werden lässt. Frau Vollmer hat sich vor Ort einen Eindruck von unserer Kirche verschafft. Sie hat sich in ausgiebigen


Gesprächen mit dem Gestaltungsausschuss mit den für uns wichtigen Inhalten der Emmausgeschichte und deren Visualisierung auseinandergesetzt. Der überzeugende und final ausgewählte Entwurf der Künstlerin wird ebenfalls in der Gemeinde-versammlung vorgestellt.

Zur Finanzierung der Mehrkosten für die Glaskunstfenster wird Mitte Januar 2018 eine Spendenaktion des Fördervereins A.M.E.Niederkassel starten. Wenn Sie „mit bauen“ wollen an unserer neuen Emmauskirche, freuen wir uns über Ihre Geldspende - ganz gleich in welcher Höhe. Sie tragen damit aktiv zu einem zukunftsgerichteten Gemeindeleben bei.

Einzelheiten, wie Sie spenden können, werden wir Ihnen ab Januar 2018 auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Niederkassel und des Fördervereins A.M.E.Niederkassel mitteilen. Selbstverständlich erhalten Sie auch in der Gemeindeversammlung und auf anderen Wegen Informationen dazu.

Jeder, ob Gemeindemitglied oder Gast gewinnt durch die Neugestaltung der Emmauskirche. Nutzen wir gemeinsam diese Chance! Vielleicht sehen wir uns auf der Gemeindeversammlung?

Heidrun Bader und Michaela Gerstmann für den Gestaltungsausschuss Emmauskirche

 
dsdsdsd