Montag, 18. Februar 2019
 
 
 
 
Nachgefragt ?!

Regelmäßig sollen unter dieser Überschrift große und kleine Fragen unseres Gemeindealltags beantwortet werden, Dinge, die man im¬mer schon mal wissen wollte - aber doch nicht richtig klären konnte. „Wann soll ich denn aufstehen beim Abendmahl?“ oder „Was passiert genau mit meinen Altkleidern aus der Bethelsammlung?“. Haben Sie etwas, was Sie gerne einmal wissen wollten? Wir freuen uns über Ihre Fragen, denen wir in „NACHGEFRAGT ?!“ nachgehen werden.

 

Darf ich eigentlich im Gottesdienst fotografieren? 

Der Wunsch nach schönen Erinnerungsbildern von Taufen, Konfirmationen oder Hochzeiten ist für alle Gemeindemitglieder verständlich.

Dennoch bitten die Pfarrer unserer Gemeinde regelmäßig in den Vorgesprächen zu diesen Festen darum, dass im Gottesdienst nicht fotografiert werden möge. Zum einen ist dies ein demokratisch gefällter Beschluss unseres Presbyteriums, den es zu respektieren gilt.

Zum anderen wird aber auch die Konzentration der Gemeinde auf das Gottesdienstgeschehen durch ständiges Klicken und Blitzen gestört. Und dann ist ja auch noch zu bedenken, dass es im Gottesdienst um das direkte Erlebnis in der Gemeinschaft geht. Das lässt sich ohnehin nicht auf Zelluloid oder eine digitale Speicherkarte bannen.

Das, was „innen drin“ passiert, sollte Vorrang vor der „Dokumentation“ haben.

Vielleicht macht ein Zitat des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry es deutlich: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar!“ Und ganz sicherlich doch dann erst recht für die Kameralinse...

Um den Wunsch nach schönen Erinnerungsfotos dennoch zu erfüllen, bieten unsere Pfarrer und unsere Pfarrerin an, nach dem Gottesdienst in aller Ruhe einige „typische Szenen“ nachzustellen. Das hat gleich zwei Vorteile: Die Andacht der Gottesdienstbesucher ist nicht in Gefahr und die Fotos werden - in aller Ruhe aufgenommen - in der Regel viel schöner.

Wen besuchen eigentlich Pfarrer im Krankenhaus 

Wenn Menschen im Krankenhaus sind, werden die Tage oft lang. Nicht jeder bekommt Besuch von Angehörigen oder Freunden und manchmal wirft eine Erkrankung auch grundsätzliche Fragen des Lebens und des Glaubens auf. Dann tut es oft gut, mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin zu sprechen. Doch wie funktioniert das? Wie kommt es, dass einige Menschen von einem Pfarrer bzw. einer Pfarrerin besucht werden - und andere nicht? Grundsätzlich erhalten wir in Niederkassel keinerlei Nachricht vom Krankenhaus darüber, wer von unseren Gemeindegliedern dort liegt - egal ob es sich um ein Krankenhaus in Bonn, Köln oder Troisdorf handelt.

Früher gab es z.T. solche „Liegelisten“ für die Seelsorger, heute ist dies aus Datenschutzgründen nicht mehr zulässig. Daher muss die Information, dass jemand im Krankenhaus ist und sich einen Besuch wünscht, erst zu uns gelangen. Manchmal geschieht dies durch Menschen, die uns das weitersagen. Dem können wir dann nachgehen. Am einfachsten ist jedoch, Sie rufen bei uns an (oder lassen anrufen). Dann erreicht uns Ihr Besuchswunsch ganz sicher und in jedem Fall macht sich jemand zu Ihnen auf den Weg.

Übrigens: Hin und wieder kann es  hilfreich sein, mit jemandem zu sprechen, der einen nicht so gut kennt, z.B. mit einem Krankenhausseelsorger. Die arbeiten in allen unseren umlie-genden Krankenhäusern und werden dort durch Sie selbst oder durch die Krankenpfleger benachrichtigt.

Jens Roemmer-Collmann

Flucht, Vertreibung und Aysl - was sagt die Bibel dazu?

Die Bibel ist voller Geschichten über Menschen auf der Flucht und wie Gott ihnen zur Hilfe kommt. Auch die Zehn Gebote beginnen mit der Erinnerung an eine Flucht: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“ (2. Mose 20,1) Die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei wird so zu einem Brennpunkt biblischer Glaubenserfahrung.

Mit dem Verweis auf die Befreiung Israels aus ägyptischer Gewaltherrschaft stärkt die Bibel aber nicht nur das Vertrauen in einen Gott, der Menschen in ihrer Bedrängnis, Flucht und Heimatlosigkeit beisteht, sie begründet damit auch die ethische Forderung, Flüchtlinge explizit zu schützen: „Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.“ (2. Mose 22, 20) Im Neuen Testament fordert Jesus Christus nachdrücklich dazu auf, sich für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten zu engagieren: „Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen“, so formuliert es das Matthäusevangelium im Kapitel 25.   Quelle: www.ekir.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lasse ich meinen Glauben im Urlaub zu Hause?  


Reisen ist eine der ältesten Traditionen des Christentums. Von Paulus, der auf seinen Reisen Gottes Botschaft den Menschen näher brachte, bis zu den Pilgerwegen der heutigen Zeit ermöglichen jede Reise und jeder Urlaub Begegnung und Austausch mit anderen Menschen und Kulturen. Aber auch neue Erfahrungen für jeden Einzelnen und die Möglichkeit zur inneren Einkehr kommen ohne die vielfältigen Einflüsse des Alltags oft von ganz allein.

Allerdings fällt es vielen Menschen schwer, im Urlaub abzuschalten und zu sich selbst zu finden. Dabei kann der Glauben ihnen helfen. In fast allen beliebten Urlaubsregionen gibt es die Möglichkeit, deutschsprachige Gottesdienste zu besuchen. Dafür sind viele Geistliche von den christlichen Kirchen an mehr als 70 Orte in den Urlaubsgebieten entsandt. Sie bieten von der Andacht am Strand bis zum Berggottesdienst in den Alpen Vieles an.
Aber auch der Besuch eines Gottesdienstes in einer fremden Sprache kann zu einem ganz besonders spirituellen Erlebnis werden. Das Wiedererkennen bekannter Elemente kann dazu führen, dass man sich in einer völlig fremden Umgebung plötzlich ein Stück weit zu Hause und dazugehörig fühlt.

Selbst auf Kreuzfahrtschiffen werden Passagiere – wenn sie es denn möchten – gut seelsorglich begleitet. Die Bordgeistlichen der EKD begleiten rund 70 Reisen jährlich, halten Gottesdienste und Andachten auf hoher See, sind seelsorglich tätig, halten Vorträge und begleiten die Passagiere bei Landgängen. Dazu sind vor allem Flexibilität, Einfühlungsvermögen und Freude an der Ökumene gefragt. Für die Pfarrerinnen und Pfarrer sind solche Auslandseinsätze besondere Erfahrungen, die ihnen neue Impulse für die Arbeit in ihren Heimatgemeinden geben.

Schauen Sie sich doch in Ihrer Urlaubsregion mal aufmerksam nach „Glaubens-Angeboten“ um. Vielleicht haben Sie ja Lust, eines davon auszuprobieren. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erholsamen Urlaub und einen schönen Sommer.                                                                           EKD/cv


Was macht eigentlich das Presbyterium?  

Bald ist es wieder soweit: Am 14.02. 2016 wählen wir unser Presbyterium neu. Das Wahlverfahren beginnt am 13.09. mit der Aufforderung an die Gemeindemitglieder, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen, die sich Ihnen im nächsten Gemeindebrief vorstellen. Doch was wählen wir da eigentlich, was verbirgt sich hinter dem Presbyteramt?

Presbyterin bzw. Presbyter, das heißt übersetzt: die „Gemeindeältesten“. Dieser Titel stammt aus dem Griechischen und ist schon seit der Antike bekannt. „Alt sein“ oder „alt aussehen“ müssen sie aber keinesfalls.
Wählbar ist jedes Gemeindemitglied, das mindestens 18 Jahre alt ist und im Wahlverzeichnis der Gemeinde steht. Das Presbyteramt ist ein Ehrenamt.

Das Presbyterium ist die gewählte Gemeindeleitung in jeder evangelischen Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Neben gewählten Ehrenamtlichen gehören dieser „Gemeinde-Regierung“ Mitarbeiterpresbyterinnen oder -presbyter (auch diese werden gewählt) und die Pfarrerinnen bzw. Pfarrer an. Alle Presbyteriums-mitglieder sind gleichgestellt. Ihre Anzahl richtet sich nach der Größe der Kirchengemeinde. Das Presbyterium entscheidet im Rahmen der Kirchenordnung über alle verwaltungstechnischen, finan-ziellen, rechtlichen und religiösen Angelegenheiten.

Es wählt aus seiner Mitte z.B. Personen für bestimmte Ämter (Finanzen, Bauten, Diakonie usw.) und Ausschüsse, welche die Beratungen des Presbyteriums vorbereiten und entlasten.

Die Wahlen am 14.02.2016 entscheiden darüber, wer zusammen mit den Pfarrern in den nächsten vier Jahren unsere Gemeinde leitet.                    
jrc/cv

Was ist eigentlich die "EKiR" 

 Wir leben heutzutage mit Abkürzungen, wir haben uns daran gewöhnt.

Aber wenn wir selber dazugehören, sollten wir nicht vielleicht wissen, was das bedeutet?
Am einfachsten wäre es ja, zu googeln oder bei Wikipedia zu suchen. Andererseits hilft vielleicht schon ein bisschen Nachdenken weiter.                                                           
Wir sind zusammen - Stand Ende 2014 -  ungefähr 2,7 Mio. Menschen, das ist ja schon eine Hausnummer. Und nur der Bereich Hannover hat noch mehr Mitglieder.
Uns gibt es schon seit bald 100 Jahren, nach dem Wiener Kongress fing alles an.
Wir sind eine ganze Region, von Saarbrücken bis Emmerich, fast vier Bundesländer groß.
Wir sind 739 Gemeinden, quasi ein Staat im Staate. Wir arbeiten zusammen, sind uniert.
Wir sind kein Konzern, haben aber in ganz vielen Orten eine Niederlassung.
Wir sind demokratisch, wir wählen unsere Vertreter, wir verwalten uns selbst. Und die Frauenquote ist kein Thema.
Wir kümmern uns um Jung und Alt, um Flüchtlinge ganz aktuell, um viele Themen, wir machen, wir helfen und freuen uns über jeden, der mitmacht.
Wir haben viele Meinungen, wir reden darüber und finden dann einen Kompromiss, und wir sind auch manchmal
nicht einer Meinung. Wir werden sogar danach gefragt, demnächst schon wieder.
Wir sind eine gute Gemeinschaft.
Um wie „Charlie Hebdo“ zu reden:

Wir sind „EKiR“ - Wir sind die „Evangelische Kirche im Rheinland“


Hätten Sie’s gewusst?

Warum musste Jesus am Kreuz sterben? ,


Der Karfreitag fällt dieses Jahr auf den 25. März. Es ist der Tag, an dem sich die Christen in Gottesdiensten an die Kreuzigung - also den Tod Jesu Christi am Kreuz - erinnern. Das Kreuz ist auch jenseits des Karfreitags das wohl wichtigste Symbol aller Christen. Es hängt um den Hals, in den Kirchen oder wird im Gottesdienst mit den Händen in die Luft geschlagen.

Symbole können sich abnutzen. Aber es ist sicherlich die Stärke des Kreuzes, dass es auch nach 2.000 Jahren immer noch Fragen aufbrechen lässt. Und das ist auch gut so. Denn schon Paulus wusste, dass die Rede von der Kreuzigung und vom Kreuz ein Ärgernis ist, das Anstoß erregen muss.

„Ist es nicht komisch“, so fragte etwa eine junge Frau im Taufgespräch, „dass die Christen sich ein Folterinstrument als Schmuck um den Hals hängen.“ Und was soll immer die Rede vom „Müssen“ im Neuen Testament? Jesus Christus musste gekreuzigt werden? Er ist für uns gestorben? Was soll so etwas bedeuten?

Der Tod am Kreuz war tatsächlich ein elender Tod. Es handelte sich um eine römische Hinrichtungsart für Verbrecher und Sklaven. Sie war nicht nur entehrend, sondern zog den Todeskampf auch noch grausam in die Länge. Es war eine Todesart, die abschreckende Wirkung entfalten sollte. Nach einem Aufstand wie 71 v. Chr. in Italien etwa, als man 6.000 Gefangene an einer der Hauptstraßen kreuzigen ließ. Auch Jesus traf diese Todesstrafe - als ein Opfer unter vielen. Offensichtlich sah man in ihm und seiner Rede vom Reich Gottes einen politischen Unruhestifter, der ausgeschaltet werden musste.

Für Jesus und seine Anhänger war die Kreuzigung eine Katastrophe. Alles was Jesus gelehrt und gelebt hatte, wurde damit in Frage gestellt und am Kreuz grausam zum Verstummen gebracht.

Und auch wir würden nicht mehr von dieser einen Kreuzigung unter vielen sprechen, wenn nicht Ostern gewesen wäre. Gott hat den gekreuzigten Jesus auferweckt! Das ist die Botschaft von Ostern. Sie riss die verstreuten Anhänger Jesu aus ihrem Kummer und ihrer Lethargie. Die Kreuzigung und die Täter hatten nicht das letzte Wort, sondern Gott, der sich auf die Seite des Opfers stellte. Gott zeigt, dass er mit dem Opfer am Kreuz mitleidet und nicht auf der Seite der Zuschauer steht, die Jesus höhnisch zurufen: Du hast doch anderen geholfen und kannst dir selbst nicht helfen?

Wenn gerade das Kreuz uns Christen als Symbol so wichtig geworden ist, dann nicht mehr nur als Zeichen von Tod und Leiden. Sondern als Zeichen dafür, dass Gott in Tod und Leiden uns zur Seite steht und am Ende den Tod besiegen wird.

Es ist kein glattes Happy End. Ostersonntag gleicht die Leiden von Karfreitag nicht einfach aus. So ist es im Leben nie. Aber vom guten Ende her lässt es sich manchmal leichter über Tiefpunkte und Abbrüche sprechen. Eine Frau erzählt, wie sie nach einer schwierigen Scheidung ihren neuen Freund mitsamt Stiefsohn kennenlernt. Nun leben sie glücklich zu dritt zusammen. Sind die Schmerzen der Trennung deshalb weniger schlimm? Sicherlich nicht. Aber die Trennungsschmerzen haben im Rückblick und vom glücklichen Ende her so etwas wie einen Sinn gewonnen. Aber Schmerz und Freude lassen sich im Leben nie ganz verrechnen.

Auch die Anhänger Jesu versuchten die Erfahrung von Kreuzigung und Auferstehung zu verbinden. Das Ärgernis des stummen, Tod bringenden Kreuzes sollte zum Leben gewendet und mit der Erfahrung von Ostern verbunden werden. Mit Formulierungen wie „Jesus musste gekreuzigt werden“ versuchte man dem Kreuz Sinn zu geben. Aber es gibt nicht nur diese mögliche Antwort: Fast alle Schriften des Neuen Testaments ziehen Bilder und Lebensbereiche heran, um Tod und Auferstehung Jesu zu erklären und zu verbinden. Einige dieser Bilder sprechen uns noch heute an. Etwa die Rede von Jesus als Erlöser und Befreier. Erlösung ist eigentlich ein Begriff aus dem Wortfeld der Geldwirtschaft. Andere Bilder sind für uns heute erklärungsbedürftig. Etwa diejenigen, die Jesus mit einem blutigen Tieropfer vergleichen, wie sie damals im Tempel üblich waren.

Aber es bleibt immer eine Spannung: die Leiden am Kreuz behalten durch die Auferstehung nicht das letzte Wort, aber sie sind auch nicht vergessen und ausgelöscht. Gerade diese Spannung macht das Symbol des Kreuzes so lebendig. An ihm brechen Fragen nach Leid, Schuld und Tod auf und lenkt den Blick hoffentlich auf das Versprechen, von Gott auch in diesen: Du hast doch anderen geholfen und kannst dir selbst nicht helfen?
                                                                                                                                     Vikar Sebastian Jürgens

 

Wer bestimmt eigentlich über die Kollekten?

 

Der Brauch der Kollektensammlung ist so alt wie die Kirche selbst. Schon der Apostel Paulus rief die Gemeinde in Korinth auf, die bedürftige Gemeinde in Jerusalem zu unterstützen. Die Kollekte ist ein wesentlicher Bestandteil der Liturgie und stellt ein Bindeglied dar zwischen dem Gottesdienst vor Ort und dem Dienst an Gott im Alltag der Welt.

In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), also auch in unserer Ge-meinde, werden die Kollekten während des Gottesdienstes (Klingelbeutelkollekte) und am Ende des Gottesdienstes (Ausgangskollekte) nach klaren Grundsätzen gesammelt.

Die Zwecke für die Klingelbeutelkollekte legt das Presbyterium auf Vorschlag des Diakonie-Ausschusses fest. Im Kirchenjahr 2016 sind das bei uns vier Projekte: Maiti Nepal, Behinderte in Eben Eser, Paria-Stiftung und diakonische Aufgaben in unserer Gemeinde.

Die Ausgangskollekte wird für die meisten Sonntage von der Kirchenleitung beschlossen; dieser Kollektenplan ist verbindlich einzuhalten. Für zehn Sonntage darf unser Presbyterium den Zweck selbst bestimmen. An drei weiteren Sonntagen wird der Kollektenzweck von der Kreissynode festgelegt. Und für weitere 12 Sonntage kann das Presbyterium aus mehreren Vorschlägen auswählen.

Jede Kollekte wird im Gottesdienst abgekündigt und nach der Sammlung ohne Abzüge über die Landeskirche dem Kollektenempfänger zugeführt. Beim Zählen und Weiterleiten der Kollekten gilt das „Vier-Augen-Prinzip“, d.h. es sind immer zwei Personen (in der Regel Presbyter oder Presbyterinnen) damit befasst.

Auch die Online-Kollekte ist neuerdings möglich: www.ekir.de/klingelbeutel
Dafür werden von der EKiR auf Wunsch auch Zuwendungsbestätigungen zugesandt.
Quelle: EKiR/cv
 

Was passiert eigentlich bei der Taufe?" 

Die Taufe lebt von Symbolen (Wasser, Kerze, Taufkleid…) Dabei ist das zentrale Zeichen das Wasser. Der Täufling erfährt im Wasserritus symbolisch, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie Jesus durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so taucht der Täufling ins Wasser ein und kommt neugeboren wieder hervor.

In früheren Zeiten ging der Taufe von Erwachsenen eine Zeit der Einführung und Einübung in den christlichen Glauben voraus. Im Gegensatz zu manchen Freikirchen werden im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) vor allem Säuglinge und Kinder getauft. Dies wird theologisch damit begrün¬det, dass Gott seine Liebe ohne menschliche Vorleistungen allen schenkt. Im Jahr 2015 waren fast 90 Prozent der Täuflinge in der rheinischen Kirche unter 14 Jahre alt.

In der EKiR finden Taufen in der Regel in einem Gottesdienst mit der gesamten Gemeinde statt. Taufe ist keine Privatveranstaltung. Mit der Taufe erhält ein Mensch Anteil an Jesu Tod und Auferstehung und wird so zu einem neuen Menschen und Mitglied der christlichen Gemeinschaft.

Die Patinnen und Paten begleiten Säuglinge und Kinder nach der Taufe auf ihrem weiteren Weg in den christlichen Glauben. Bei der Taufe versprechen sie, dafür Sorge zu tragen, dass ihr Patenkind den christlichen Glauben kennenlernt. Deshalb müssen sie einer christlichen Kirche angehören und nach der Ordnung ihrer Kirche, z.B. durch die Konfirmation, zum Patenamt zugelassen sein.

Viele Eltern verbinden mit der Patenschaft den Wunsch, dass die Patin oder der Pate im Falle ihres Todes für die minderjährigen Kinder sorgt. Das kirchliche Patenamt beinhaltet diese Pflicht allerdings nicht.

Nach der gültigen ökumenischen Vereinbarung bleibt die Taufe auch beim Wechsel von einer zu einer anderen christlichen Kirche gültig.
 ; Quelle: EKiR/cv
 

Konfirmation - wie geht das denn?


Im Alter von ca. 14 bis 15 Jahren findet üblicherweise die Konfirmation statt. Zwar gibt es für sie keinen biblischen Auftrag, auch ist sie kein Sakrament, aber sie gehört zum protestantischen Selbstverständnis. Die Jugendlichen werden in dieser oft schwierigen Lebensphase auf ihrem Weg begleitet. Die Konfirmandenarbeit bereitet die Jugendlichen auf die Konfirmation vor. Sie werden in ihr mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und mit dem Leben der Gemeinde vertraut gemacht. Konfirmandinnen und Konfirmanden lernen durch gemeinsames Arbeiten in der Gruppe, Besuche oder Praktika, Kirche in ihrer ganzen Vielfalt zu erfahren und zu verstehen. Bei der Konfirmation stimmt der junge Mensch seiner Taufe (nachträglich) zu. Der selbstgewählte Konfirmationsspruch unterstreicht dies. Gleichzeitig werden die Jugendlichen feierlich in den Kreis der erwachsenen Gemeindeglieder aufgenommen und gesegnet.

Mit dieser Einsegnung werden kirchliche Rechte erteilt: Wer konfirmiert ist, kann in allen evangelischen Gemeinden das Abendmahl mitfeiern, Pate werden, eine Nottaufe vornehmen, in seiner Gemeinde an kirchlichen Wahlen teilnehmen und als Erwachsener in kirchliche Ehrenämter gewählt werden.

In unserer Gemeinde wird die Teilnahme am Konfirmandenunterricht vorausgesetzt. Er beginnt im Frühsommer und endet im darauffolgenden Jahr nach Ostern.
Die Konfirmandenzeit umfasst die regelmäßigen Gottesdienstbesuche, die Gruppenstunden in einem unserer drei Bezirke, ein gemeinsames Konficamp in den Herbstferien und ein Nachtreffen im Anschluss an die Konfirmation. Die Jugendlichen lernen in dieser Zeit die wichtigsten Inhalte des christlichen Glaubens kennen und finden häufig neue Freunde.


Aktuelle Informationen zum Anmeldeverfahren erhalten Sie unter www.ev-kirche-niederkassel.de im Bereich „Was tun, wenn... - Konfirmation“ oder im Gemeindeamt.
EKiR/cv

Warum sollen wir nach den 10 Geboten handeln?


Wenn man der biblischen Geschichte glaubt, hat Gott sich seinem Volk am Berg Sinai offenbart und Mose auf zwei Steintafeln die Zehn Gebote gegeben. Im Alten Testament finden sich die Zehn Gebote, auch Dekalog (griechisch dekálogos = zehn Worte) genannt, an zwei Stellen (2. Mose 20 und 5. Mose 5). In den Zehn Geboten bekräftigt Gott den Bund mit seinem Volk und fasst seine Weisungen zusammen. Sie sind die Grundlage unseres christlichen Handelns. Die ersten drei Gebote beschäftigen sich mit dem Verhältnis der Menschen zu Gott. Die restlichen sieben Gebote ordnen das Zusammenleben und regeln die Beziehungen der Menschen untereinander. Dabei ist wichtig, dass es sich nicht um einen juristischen Text handelt, in dem es um Rechtsprechung oder um ein benanntes Strafmaß für ein bestimmtes Vergehen geht.

Die Zehn Gebote stellen sich als eine Art ethisch-moralisches Grundprogramm dar. Dabei sind sie allerdings nicht vom Glauben an Gott zu trennen. Denn Gottes- und Nächstenliebe bilden den Rahmen der Zehn Gebote. Die christlichen Kirchen interpretieren diese Gebote im Lichte des Evangeliums von Jesus Christus. Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen verschiedene Traditionen. In der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Kirche wird das Bilderverbot („Du sollst dir kein Bildnis machen“) als zweites Gebot aufgeführt und das neunte und zehnte Gebot als ein Gebot verstanden. Die untenstehenden Gebote entsprechen der lutherischen und römisch-katholischen Tradition.

1.    Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2.    Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
3.    Du sollst den Feiertag heiligen.
4.    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
5.    Du sollst nicht töten.
6.    Du sollst nicht ehebrechen.
7.    Du sollst nicht stehlen.
8.    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
9.    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10.    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein   Nächster hat.

Alles Luther - oder was

Das Jubiläumsjahr 2017 bezieht sich auf Martin Luthers Thesenanschlag vor 500 Jahren. Doch er war nicht der Einzige... Vor, neben und nach Luther gab es weitere Reformatoren.                                                                                                                                               EKiR/cv
 

Was hat Karneval eigentlich mit Kirche zu tun?

Die Wurzel der „fünften Jahreszeit“ liegt eindeutig im Christentum verankert. Schon die Namen „Fast-Nacht“ (die Nacht bzw. letzten Nächte vor der Fastenzeit) sowie „Karneval“ (von lateinisch „Carnem levare – Fleischwegnehmen“) zeugen von dem engen Zusammenhang mit der vierzigtägigen Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt. Die ersten Nachrichten über Fastnachtsfeiern stammen aus dem 12. oder 13. Jahrhundert als Gegensatz zur nachfolgenden Fastenzeit. Bevor nicht nur dem Fleisch, sondern allgemein allen fleischlichen Gelüsten, vierzig Tage lang entsagt wurde, herrschte eine Zeit der Völlerei, der Maßlosigkeit und derben Scherze. Mancherorts wurde der Berufsgruppe, die am meisten unter dem Fasten zu leiden hatte, also den Metzgern, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In Nürnberg beispielsweise ließen die Metzger in einem Tanz zum letzten Mal „die Sau raus“.

Die protestantischen Reformatoren zeigten eine größere Distanz zum Faschingstreiben als die katholische Kirche. Während diese stets versuchte, das „Böse und Närrische“ ins Kirchenjahr zu integrieren und in den Faschingstagen eine Möglichkeit sah, dem Volk die anschließende Fastenzeit erträglicher zu machen, verboten die Reformatoren die Ausschweifungen des Karnevals und seine derben Scherze ganz. Man kann aber nicht sagen, dass die Reformatoren keinen Humor hatten.

Martin Luthers Tischreden z.B. waren voll von derben Scherzen und Humor. Auch gutem Essen und Trinken gegenüber war Luther nicht abgeneigt. Wenn er den Fasching verbot, so einerseits, weil die derben Späße im Mittelalter bisweilen sehr ausarteten und er befürchtete, die Menschen könnten auf Dauer der Zügellosigkeit verfallen. Zum anderen, weil er einem Fasten, das sich himmlische Belohnung versprach, kritisch gegenüberstand. An einer Fastenpraxis, die nicht als Verdienst vor Gott verstanden wurde, hielt Luther jedoch fest.

Bis heute wird die fünfte Jahreszeit so vor allem in christlich geprägten Regionen gefeiert.
evangelisch.de/cv

Ordination - was heißt das denn?


Die Ordination ist die kirchliche Beauftragung zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament und zur damit verbundenen Seelsorge. Sie erfolgt in der Regel im An-schluss an die Zweite Theologische Prüfung, die ehrenamtliche Ausbildung als Prädikantin oder Prädikant oder aber nach einer zusätzlichen theologischen Ausbildung für kirchlich Mitarbeitende. Somit steht der Weg zur Ordination allen Gläubigen offen, wodurch das „Priestertum aller Gläubigen“ betont wird.

Die Ordination wird vom Presbyterium oder vom Leitungsorgan der Einrichtung, in der der ordinierte Dienst wahrgenommen werden soll, beim Landeskirchenamt beantragt. Es geht ein Gespräch mit der ordinierenden Superintendentin sowie die Teilnahme an einer Ordinationstagung mit dem Präses voran.

In der Kirche gibt es nur einen Dienst, aber viele verschiedene Ämter. Das ist die Grundaussage des theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in Anlehnung an die Barmer Theologische Erklärung aus dem Jahr 1934.

Demnach ist jede Christin und jeder Christ durch die Taufe in den einen Dienst be-rufen, Gottes Wort weiterzugeben und Nächstenliebe zu üben. Daneben braucht es aber auch spezielle Ämter in der Kirche, die organisiert und institutionalisiert werden müssen. Damit ist nicht nur das Pfarramt oder das Lehramt gemeint. Auch Kirchenmusikerinnen, Küster oder Jugendmitarbeiter haben ein solches Amt inne.

So wie das Verhältnis von Dienst und Ämtern, ist auch das Verhältnis von Taufe und Ordination zu verstehen. Die Ordination vermittelt keine höhere Weihe gegenüber der Taufe, sondern ist dieser untergeordnet. Sie ist aber notwendig, damit einzelne besonders fähige Gemeindemitglieder in ein Amt berufen werden können und öffentlich dazu stehen. Es geht dabei nicht um die Berufung in eine konkrete Arbeitsstelle, sie bleibt aber für bestimmte Ämter (z.B. das Pfarramt) Voraussetzung. Wer ordiniert ist, wird dazu berufen, das Wort Gottes öffentlich zu verkündigen, zu taufen und Abendmahlsfeiern zu leiten, um so die kirchliche Gemeinschaft aufzubauen.

cv/www.ekir.de
 

Was soll eigentlich Datenschutz?


Im Mai 2018 ist die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten, die den Umgang mit Daten erstmals einheitlich für die gesamte Europäische Union regelt. Im kirchlichen Bereich gilt seitdem das neue Datenschutzgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Grundidee hinter beiden Verordnungen lautet: Daten über Personen gehören diesen Personen und dürfen nicht ge¬gen ihren Willen gesammelt und verwendet werden.

Der rechtliche Datenschutz hat in Deutschland und auch im Bereich der EKD bereits vorher hohe Maßstäbe angesetzt. Kirchengemeinden müssen deshalb – wie bisher – sorgfältig mit personenbezogenen Daten umgehen. Es gilt der Grundsatz, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten verboten ist und dass jede automatisierte Verarbeitung eine Erlaubnis benötigt. Diese kann aus einer rechtlichen Grundlage oder der Einwilligung der betroffenen Person bestehen.

Datenschutz in unserem Gemeindebrief

Die o.g. rechtlichen Grundlagen betreffen auch unseren Gemeindebrief. Ohne Einwilligung der betroffenen Personen dürfen wir personenbezogene Daten wie etwa Telefonnummern und Adressen nicht veröffentlichen. Deshalb haben wir inzwischen alle bisher im Gemeindebrief genannten Personen um ihre Einwilligung gebeten. Noch liegen uns nicht alle Rückmeldungen vor, so dass Sie in dieser Ausgabe nur die Personen finden, die bereits eingewilligt haben. Nach und nach werden wir die Angaben in den folgenden Ausgaben ergänzen.
Für die Veröffentlichung von Fotos hat sich die Rechtslage übrigens nicht geändert. Wie bisher gelten für Fotos von mehreren Personen bei öffentlichen Veranstaltungen die im Kunsturhebergesetz beschriebenen Ausnahmen, die auch Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen betreffen.

Wenn Sie noch Fragen zum Thema Datenschutz in unserer Gemeinde haben, oder die zukünftige Nennung Ihrer Daten nicht wünschen, wenden Sie sich bitte vertrau-ensvoll an das Gemeindeamt.
                                                                                                                                 Cornelia Voßloh

 
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